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Was kostet ein Kundenportal im Jahr 2026?

Konkrete Preisspannen für ein Kundenportal: Agentur, Standard-SaaS und KI-gebaute Individualsoftware ehrlich verglichen — versteckte Kosten inklusive.

Turtleship Team5. Juli 20265 min read

"Was kostet ein Kundenportal?" gehört zu den häufigsten Fragen an Agenturen — und die Antwort lautet fast immer "das kommt darauf an". Stimmt, hilft aber niemandem, der budgetieren muss. Deshalb hier konkrete Spannen für die drei Wege zum Kundenportal im Jahr 2026, inklusive der Kosten, die erst später auftauchen.

Die drei Wege und ihre Preisschilder

1. Agentur: 15.000 – 40.000 €

Ein individuelles Portal von einer Agentur beginnt bei rund 15.000 € für eine Basisversion (Login, Dashboard, Dokumente) und geht Richtung 40.000 €, sobald Anbindungen, Workflows oder vollständiges Branding dazukommen. Bei Stundensätzen von 80–150 € summiert sich jede Änderung.

Was im Angebot fehlt: Wartung (oft 15–20 % der Bausumme pro Jahr), Nachträge bei veränderten Anforderungen und die Vorlaufzeit — drei bis sechs Monate sind normal.

2. Standard-SaaS: 5 – 25 € pro Nutzer pro Monat

Fertige Portalsoftware wirkt günstig, rechnet aber pro Nutzer ab. Mit 200 Kunden im Portal liegen Sie schnell bei 1.000 €+ pro Monat — dauerhaft. Und Ihr Prozess muss sich dem Produkt anpassen, nicht umgekehrt.

Was im Preis fehlt: die Funktionen, die Ihnen fehlen, die Stunden für Workarounds und die Exit-Kosten, falls Sie je wechseln wollen (Ihre Daten liegen in deren System). Für DACH besonders relevant: Wo werden die Daten gehostet — und ist das DSGVO-konform?

3. KI-gebaute Individualsoftware: ab 99 € pro Monat

Der neueste Weg: Ein KI-Entwicklungsteam wie Turtleship baut ein individuelles Portal im Abo. Sie starten mit einem fertigen Kundenportal-Baustein (Login, Dashboard, Dokumente, Benachrichtigungen) und erweitern Schritt für Schritt — mit einer Schätzung vor jedem Schritt, damit es keine Überraschungen gibt.

Der ehrliche Teil: Auch hier kostet ein komplexes Portal mehr Bauschritte (Credits) als ein einfaches. Der Unterschied liegt in der Planbarkeit — Sie sehen die Schätzung, bevor Sie freigeben — und im Fehlen von Stundensätzen und Preisen pro Nutzer.

Der Vergleich auf einen Blick

AgenturStandard-SaaSKI-gebaut individuell
Startkosten15.000–40.000 €0 €0 € (kostenloser Start)
Laufend15–20 % Wartung/Jahr5–25 € pro Nutzer/Monatab 99 €/Monat
Vorlaufzeit3–6 MonateTageTage (Basis) – Wochen
Passt zu Ihrem Prozessjateilweiseja
Eigentum an Code & Datenmeist Sieder AnbieterSie
ÄnderungenNachtrags-Angebotauf die Roadmap wartenneue Anfrage, Schätzung vorab

Rechenbeispiel: 200 Kunden in Ihrem Portal

Abstrakte Preisspannen werden erst konkret, wenn man sie durchrechnet. Angenommen, Sie sind ein Steuer- und Buchhaltungsbüro mit 200 Kunden, die Dokumente einreichen, Berichte einsehen und Unterlagen freigeben.

  • Standard-SaaS: Bei durchschnittlich 8 Euro pro Nutzer und Monat zahlen Sie 1.600 Euro pro Monat, also 19.200 Euro pro Jahr. Dauerhaft, und die Rechnung wächst mit jedem neuen Kunden mit.
  • Agentur-Individuallösung: einmalig rund 25.000 Euro für ein Portal dieser Größe, plus 15 bis 20 Prozent Wartung pro Jahr (4.000 bis 5.000 Euro). Die Nutzerzahl spielt keine Rolle, aber jede Änderung ist ein Nachtrags-Angebot.
  • KI-gebaute Individualsoftware: ab 99 Euro pro Monat (1.188 Euro pro Jahr), unabhängig von der Nutzerzahl. Erweiterungen erfolgen pro Bauschritt, mit einer Schätzung vorab.

Auf drei Jahre gerechnet: SaaS landet bei rund 57.600 Euro, die Agentur bei etwa 38.000 Euro (Bau plus Wartung) und der KI-Weg beginnt bei rund 3.600 Euro. Der Fairness halber: Ein Portal mit vielen Anbindungen und Ausnahmen kostet beim KI-Weg zusätzliche Bauschritte und damit mehr als der Einstiegstarif. Doch selbst mit großzügigem Aufschlag bleibt der Unterschied eine Größenordnung.

Worauf Sie achten sollten (egal welcher Weg)

  1. Fragen Sie nach dem Preis von Änderung Nummer fünf. Die Bausumme ist das eine; was kostet es, wenn Sie nach drei Monaten etwas anderes wollen? Genau dort trennen sich die Wege.
  2. Prüfen Sie, wo Ihre Daten liegen. Ein Kundenportal verarbeitet personenbezogene Daten; Hosting in Europa und eine DSGVO-konforme Einrichtung sollten Standard sein, nicht optional.
  3. Rechnen Sie den Exit durch. Wem gehört der Code? Können Sie Ihre Daten mitnehmen? Ein niedriger Einstiegspreis mit Lock-in ist teurer, als er aussieht.

Fazit

Ein Kundenportal muss 2026 kein 30.000-€-Projekt mehr sein. Der Agentur-Weg bleibt sinnvoll für sehr komplexe, tief integrierte Portale mit großzügigem Budget. Für die meisten KMU und Selbständigen sieht die Rechnung inzwischen anders aus: ein KI-gebautes Portal nach Maß, ab 99 € pro Monat, produktionsreif und in Ihrem Eigentum. Setzen Sie das gegen was Software erstellen lassen im Allgemeinen kostet, fällt ein Portal-Abo schnell zu Ihren Gunsten aus.

Ein Kundenportal ist übrigens nicht der einzige Baustein: Auf dieselbe Weise setzen Sie ein Lieferantenportal oder ein maßgeschneidertes Mitarbeiterportal auf. Was diese Varianten kosten, lesen Sie in was ein Lieferantenportal kostet und was ein Mitarbeiterportal oder Intranet kostet.

Neugierig, wie das funktioniert? Sehen Sie sich die Kundenportal-Seite an oder starten Sie kostenlos und erhalten Sie innerhalb von Tagen eine funktionierende Basis.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Kundenportal im Durchschnitt?
Es gibt drei Wege. Ein maßgeschneidertes Portal von einer Entwicklungsagentur kostet 15.000 bis 40.000 Euro bei einer Laufzeit von drei bis sechs Monaten. Standard-SaaS berechnet 5 bis 25 Euro pro Nutzer und Monat, was bei 200 Kunden schnell mehr als 1.000 Euro pro Monat bedeutet. KI-gebaute Individualsoftware startet kostenlos und läuft ab 99 Euro pro Monat, mit einer Schätzung vor jedem Bauschritt.
Ist ein Kundenportal DSGVO-konform?
Das sollte Standard sein, nicht optional. Ein Kundenportal verarbeitet personenbezogene Daten, daher sind Hosting innerhalb Europas und eine DSGVO-konforme Einrichtung eine harte Voraussetzung. Prüfen Sie bei jedem Weg ausdrücklich, wo Ihre Daten liegen, bevor Sie zustimmen.
Wem gehören Code und Daten?
Das unterscheidet sich stark je nach Weg und ist entscheidend für die tatsächlichen Kosten. Bei einer Agentur sind Sie meist selbst Eigentümer, bei Standard-SaaS liegen Ihre Daten in deren System mit Ausstiegskosten, wenn Sie wechseln möchten, und bei KI-gebauter Individualsoftware gehören Code und Daten Ihnen. Ein niedriger Einstiegspreis mit Lock-in ist teurer, als er scheint.

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